Achenbach, Oswald
Italienische Landschaft mit Kirche im Mondschein
Entstehungsjahr | 1882 |
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Technik | Öl auf Leinwand |
Maße | 94 x 72 cm |
Münchener-Nr. | 9188 |
Linz-Nr. | 2697 |
Herkunft | Kulturgüter aus ehem. Reichsvermögen |
Beschreibung
Der Landschaftsmaler Oswald Achenbach (1827-1905) kommt als Zwölfjähriger an die Düsseldorfer Akademie, wo er zunächst in Zeichnen unterwiesen wird.1
Zwei Jahre später wechselt er in die Malklasse seines Bruders Andreas, der zu diesem Zeitpunkt bereits ein hohes Ansehen genießt
Oswald Achenbach widmet sich vorrangig der Landschaftsmalerei. In den späteren Jahren gibt er hauptsächlich die Gegenden um Neapel, Rom und Venedig, aber auch die Schweiz und den Niederrhein wieder. Entgegen den Gepflogenheiten an der Düsseldorfer Schule, die sich dem Detail widmen, geht es ihm mehr um eine Gesamtwirkung. Seine Werke sind durch eine frische Natürlichkeit geprägt und häufig durch reiche Staffage belebt.
Vor einem halb durch Bäume verdeckten, rosa und weißen Glockenturm stehen einige Landleute im Gespräch mit einem Eselreiter, der vorn auf der Landstrasse haltgemacht hat. Am blauen Abendhimmel steigt leuchtend der Vollmond auf.
Provenienz
27.-29.1.1943 | Auktion H.W. Lange, Berlin, Kat. Nr. 108, Schätzpreis RM 7.000, eingereicht als Einzelstück von einem Auftraggeber aus Berlin (Nr. 13), verkauft für RM 9.000 |
Die TVK München ermittelte, dass das Gemälde "Italienische Landschaft" von Oswald Achenbach in der Auktion vom 27. bis 29. Januar 1943 bei Hans W. Lange angeboten worden war.2
Das Gemälde konnte weder im Boetticher noch in anderen Nachschlagewerken bzw. Katalogen identifiziert werden.3 Allein aus dem Titel ergeben sich mehrere mögliche Gemälde Achenbachs.
Die erneuten Recherchen ergaben folgendes:4 Es konnte lediglich ermittelt werden, dass das Gemälde bei Hans W. Lange in der Auktion vom 27. bis 29. Januar 1943 für 7.000 Reichsmark unter der Kat. Nr. 108 als Einzelstück von einem Berliner Einreicher angeboten wurde.5 Es wurde von dort für RM 9.000 weiterverkauft.6 Aufgrund der Linzer Nummer ist davon auszugehen, dass es direkt vom "Sonderauftrag Linz" erworben wurde.
Über den Vorbesitzer konnten keine Angaben ermittelt werden. Vor dem hier geschilderten Hintergrund bleibt die Provenienz ungeklärt, zumal alle Quellen ausgeschöpft sind. Anhaltspunkte für weitere Recherchen liegen derzeit nicht vor.
Stand: 2002
1 Für das Folgende vgl. Thieme/Becker 1999, Bd. 1, S. 43f.
2 BADV Berlin, Property Card, mü 9188. Weitere auf der Karteikarte vermerkte Inventarnummern sind Aussee 4408 und K 1303.
3 Boetticher 1891-1901.
4 Die Recherchen wurden im Auftrag des BADV von Facts & Files, Berlin, durchgeführt.
5 Auk.kat. H.W. Lange, Berlin, 27.-29.01.1943, Lot 108.
6 Die Weltkunst, Jahrgang XVII, Nr. 9/10 vom 28.2.1943 und Nr. 11/12, 14.3.1943, Ergebnisse Lange-Auktion v. 27.-29.1.1943.